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Unser Angebot

Überforderung und Erschöpfung ist für viele Eltern kein Ausnahmezustand, sondern Alltag. Unsere Gesellschaft bietet oft nicht die Strukturen, die Eltern bräuchten, um getragen, verbunden und entlastet zu leben.

Gleichzeitig ist die Elternschaft oft auch ein Spiegel für unsere individuellen Grenzen, alte Prägungen und unbewusste Muster. Genau darin liegt eine große Chance: Persönliches Wachstum – in Beziehung.

Therapieangebot mit Weitsicht für Öffentlichkeitsarbeit

In unserer Eltern-Kind-Kur arbeiten wir auf zwei Ebenen:

Therapiekonzept
Wir stärken bei unseren KlientInnen individuell die Resilienz, begleiten Reflexionsprozesse und gestalten Veränderung im eigenen Familiensystem. Unsere Eltern-Kind-Kur dauert 10 Wochen und ist auf die Bedürfnisse das Tempo der Eltern-Kind-Konstellationen ausgerichtet.


Öffentlichkeitsarbeit
Gleichzeitig erkennen wir den Bedarf an Öffentlichkeitsarbeit und gesamtgesellschaftlichem Wandel – für mehr Sichtbarkeit, faire Rahmenbedingungen und eine Kultur, in der Elternschaft nicht isoliert, sondern getragen wird.

In der aktuellen Aufbauphase liegt unser Fokus klar auf der individuellen Arbeit mit den Klient:innen. Elemente der Öffentlichkeitsarbeit möchten wir jedoch bereits jetzt gezielt integrieren – insbesondere dort, wo sie zur nachhaltigen Finanzierung und langfristigen Wirksamkeit des Projekts beitragen können.

Die 10-Wöchige Elten-Kind-Kur:
Ankommen, Spüren, Ausrichten

Elternschaft ist zutiefst bedeutungsvoll – und zugleich oft überfordernd. Unsere Eltern-Kind-Kur bietet einen geschützten Raum zur Regeneration, zur inneren Sortierung und zur nachhaltigen Stärkung der familiären Beziehung.


Der Aufenthalt dauert zehn Wochen – weil echte Erholung, Reflexion und Veränderung Zeit brauchen. Und weil beides mit Kindern geschieht: mit ihnen, nicht neben ihnen.

Die Kur gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Phasen:

Phase 1:
Ankommen, Entspannen, Beziehung stärken

Am Anfang steht das Innehalten. Eltern und Kinder dürfen einfach ankommen – im neuen Ort, bei sich selbst und miteinander. Es geht um Entschleunigung, um erste Momente der Ruhe, um das Wiederentdecken der Verbindung.

Sanft begleitet beginnen erste Impulse aus dem Elterncoaching:
Was brauchen Kinder, um sich wirklich gesehen zu fühlen? Was brauchen wir, um sie wahrnehmen zu können – auch in Momenten, in denen sie herausfordern? Was kommunizieren Kinder, wenn sie „schwierig“ erscheinen?

Die Atmosphäre dieser Phase ist getragen von einem beziehungsorientierten Verständnis, das Eltern in ihrer Rolle stärkt, ohne zu überfordern. Entspannung, gemeinsames Erleben und kleine, achtsame Impulse stehen im Mittelpunkt.

Phase 2: Reflexion, Therapie und Selbstfürsorge

Elternsein überfordert nicht, weil Eltern versagen – sondern weil wir oft zu viel alleine tragen. Als soziale Wesen sind wir nicht dafür gemacht, Kinder ohne tragendes Umfeld grosszuziehen.
Gleichzeitig bringt Elternschaft auch persönliche Themen an die Oberfläche: alte Prägungen, emotionale Muster, innere Grenzen.

Diese Phase bietet Raum, das sichtbar zu machen – in Einzel- oder Gruppensettings, im Austausch, in Ruhe. Therapeutische Begleitung, Zeit für Selbstfürsorge und ein verständnisvoller Rahmen ermöglichen echte Innenschau – ohne Druck, in Verbindung und in einem Tempo, das zur Familiensituation passt.

Phase 3: Ausrichtung & Alltagstauglichkeit

Veränderung muss sich in den Alltag übertragen lassen – sonst bleibt sie Theorie. In der letzten Phase unterstützen wir dabei, das Erlebte zu sortieren und konkrete Schritte für den Alltag zu entwickeln:
Was darf bleiben? Was darf sich verändern? Was braucht es, damit das Neue tragfähig wird?

Wir thematisieren dabei auch den Aufbau eines unterstützenden Netzwerks, die Verteilung von Mental Load und die Sichtbarmachung von Invisible Labor und Care-Arbeit.


Denn gesunde Elternschaft entsteht nicht durch Selbstoptimierung – sondern durch gerechtere Strukturen und Unterstützung. Neben unserer Öffentlichkeitsarbeit diesbezüglich unterstützen wir auch unsere Klienten in der individuellen Umsetzung.

Öffentlichkeitsarbeit: Unsere gesellschaftliche Verantwortung

In der aktuellen Aufbauphase unseres Eltern-Kind-Hauses liegt der Fokus auf individueller Begleitung: Erholung, Beziehung, therapeutische Prozesse und konkrete Entlastung im Familienalltag stehen im Zentrum.

Gleichzeitig ist für uns klar:
Elterliche Erschöpfung ist nicht nur ein individuelles Phänomen – sie ist Ausdruck gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, die nicht mit den realen Bedürfnissen von Familien Schritt halten.

Daher denken wir weiter: In einer nächsten Phase unseres Projekts werden wir gezielt auch die gesellschaftliche Ebene stärker einbeziehen und ausbauen.

Dort, wo es bereits jetzt sinnvoll und hilfreich für den Aufbau ist – insbesondere im Hinblick auf die langfristige Finanzierung und strukturelle Verankerung unseres Angebots – beginnen wir schon in dieser frühen Phase, Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit mit einzubeziehen.

Folgende Aspekte sind dabei für uns wichtig: 

  • Sichtbarmachung von elterlicher Überforderung in der Öffentlichkeit und gegenüber Entscheidungsträger:innen
     

  • Lobbyarbeit gegenüber Krankenkassen Leistungsträgern und Politik, um Versorgungslücken für Familien zu schliessen

  • Aufklärung über Mental Load und Invisible Labor, vor allem im Hinblick auf die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit

  • Angebote für einen allfälligen nicht hauptbetreuenden Elternteil, um auch dessen Perspektiven einzubeziehen

 

  • Förderung von Allo-Elternschaft – also der Idee, dass Elternschaft Gemeinschaft braucht und nicht allein getragen werden kann

 

  • Vernetzung von Familien, Fachpersonen und gesellschaftlichen Akteur:innen, die neue Formen der Elternschaft denken
     

  • Förderung von Studien, PhD-, Master und Diplomarbeiten in Medizin, Psychologie, Volkswirtschaft, Hebammenwissenschaft, Soziale Arbeit, etc zum Thema Elternburnout und soziale Kosten und Effizienz von Lösungsansätzen

öffentlichkeitsarbeit
Glas Münzen

Unterstützen

Bist du auch so geflasht ab der Idee, dass wir auch bald in der Schweiz eine Mutter-Kind-Kur oder gar eine Eltern-Kind.Kur haben werden?
 

Ja? Wir sind ein kleines Team vom Menschen mit Herzblut. Und es gibt einige Wege, wie du uns unterstützen kannst. 

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